Ein guter Anker ist für jeden Wassersportler unverzichtbar. Er hält Ihr Boot sicher an Ort und Stelle, egal ob Sie einen entspannten Nachmittag verbringen oder eine Nacht auf dem offenen Wasser verbringen. Doch welcher Anker ist der richtige für Ihr Boot und Ihr Segelrevier? Dieser Ratgeber hilft Ihnen Schritt für Schritt bei der Auswahl.
Warum ist ein guter Anker wichtig?
- Sicherheit: Verhindert das Abdriften bei Wind oder Strömung.
- Komfort: Entspannt liegen, ohne ständig nachjustieren zu müssen.
- Notfalllösung: Bei Motorschaden oder Leeküste ist ein Anker Ihr Lebensretter.
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Worauf sollten Sie bei der Auswahl eines Ankers achten?
- Bootslänge und -gewicht: Schwerere/längere Boote erfordern mehr Haltekraft.
- Winddruck und Aufbau: hoher Aufbau = mehr Winddruck = schwererer Anker.
- Bodenart: Sand, Lehm, Schluff oder Gestein erfordert eine andere Gestaltung.
- Verwendung: Tagesausflug vs. Übernachtung (maximale Sicherheit).
- Stauraum: Bugrolle/Ankerkasten vs. zusammenklappbares Modell.
Ankerarten und ihre Anwendungen
Welcher Dübel für welchen Untergrund geeignet ist, inklusive Vor- und Nachteilen sowie typischer Beispiele, finden Sie in der folgenden Übersicht übersichtlich dargestellt.
| Ankertyp | Passend für | Vorteile | Nachteile | Beispiele |
|---|---|---|---|---|
| Pflugschar-Anker | Sand, Ton, Schluff | Gute Haltekraft; greift schnell; selbstausrichtend | Relativ schwer; Verstauung über Bugrolle | CQR, Delta, Kobra |
| Klauenanker (Bruce) | Sand, Schlamm, Lehm | Einfach zu bedienen; wirkt sofort | Weniger stark in Stein/Schlick | Bruce, Lewmar |
| Flachanker | Sand, Lehm | Leicht; gräbt tief | Schwach auf Stein/Schlick | Bretagne, Festung |
| Spatenanker | Vielseitig einsetzbar | Sehr hohe Haltekraft; moderne Form | Höherer Preis | Spaten, Oceane |
| Regenschirmanker | Kleine Boote, Schlauchboote | Faltbar; kompakt | Begrenzte Haltekraft | Talamex, Allpa |
| Gewichtsanker | Schaluppen, kleine Boote | Einfach; erschwinglich | Wenig Halt in der Strömung | Traditioneller Kugelanker |
Welche Ankergröße benötige ich?
Allgemeine Faustregel (lieber etwas zu groß als zu klein):
- Bis 6 m Bootslänge: 4–6 kg
- 6–9 m: 6–10 kg
- 9–12 m: 10–15 kg
- 12–15 m: 15–20 kg
Beachten Sie unbedingt die Größentabellen des Herstellers Ihres Wunschankers und wählen Sie im Zweifelsfall eine Nummer größer.
Ankerleine, Ankerkette & Ankerwinde
- Länge (Umfang): mindestens 3–6x Wassertiefe verwenden, bei 5 m Tiefe 15–30 m Leine/Kette verwenden.
- Horizontaler Zugwinkel: Eine geeignete Ankerkette oder Ankerleine mit Bleikern hält den Zugwinkel gering und unterstützt das Absinken des Ankers.
- Festigkeit der Beschläge: Befestigungselemente/Beschläge mindestens 3–4-mal so hoch wie die maximale Belastung.
- Dämpfen von Stößen: Eine lockere Kette wirkt wie ein Stoßdämpfer und erhöht die Haltekraft.
- Bedienung & Komfort: Mit einer passenden elektrischen oder manuellen Ankerwinde ankern Sie schneller und sicherer.
Beliebte Anker in der Praxis
- Britany (flach): zuverlässig, erschwinglich; ideal als zweiter Anker.
- CQR (klassisch): vielseitig, robust; weniger auf Stein; oft auf Bugrolle.
- Delta (moderne Pflugschar): stark in Sand/Schlick; einfach zu verwenden.
- Fortress (leicht): gräbt tief; ideal für Segelboote; weniger gut für Felsen/Schlamm.
- Spaten (High-End): sehr hohe Haltekraft; perfekt für lange Reisen/Übernachtungen.
- Schirmanker: kompakt und zusammenklappbar; ideal für kleine Boote/Jollen.
Fazit & Kaufberatung
Kleines Boot/Schaluppe: Schirm- oder Gewichtsanker.
Allround-Tagesausflüge (NL): Delta oder Bruce (Klaue) bieten vorhersehbare Leistung.
Segel-/Motorboot > 9 m oder häufige Übernachtungen: Spade oder Fortress für maximale Sicherheit.
Zweitanker: Britany als leichter, günstiger Ersatzanker.
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Häufig gestellte Fragen zu Ankern
Wie viele Meter Ankerleine benötige ich?
Als Richtwert gilt die 3- bis 6-fache Wassertiefe. Bei 5 m Tiefe benötigen Sie 15–30 m Leine/Kette. Mehr Reichweite = mehr Haltekraft. Sehen Sie sich auch unsere Auswahl an Ankerleinen und Kettenoptionen an.
Ist eine Kette besser als eine Leine?
Eine Kette (oder Leine mit Bleikern) hält den Zugwinkel niedrig, wodurch sich der Anker besser eingräbt und Ruckbelastungen absorbiert werden. Eine Kombination (Kette und Leine) funktioniert oft am besten.
Welcher Anker eignet sich für ein Schlauchboot/Beiboot?
Ein kleiner Schirmanker ist leicht, zusammenklappbar und einfach zu verstauen. Ideal für kurze Stopps und geschützte Gewässer.
Komme ich mit nur einem Anker aus?
Ja, aber bei starkem Wind, wechselndem Untergrund oder als Ersatz wird ein zweiter Anker (anderer Typ/anderes Gewicht) empfohlen.