Egal ob Sie nachts oder bei schlechter Sicht durch Nebel oder Regen unterwegs sind – eine gute Navigationsbeleuchtung ist unerlässlich und entscheidend für Ihre Sicherheit. Ohne Beleuchtung sind Sie für andere Schiffe kaum sichtbar, was zu gefährlichen Situationen führen kann. Dieser Artikel erklärt, welche Beleuchtung für welchen Bootstyp erforderlich ist und worauf Sie achten sollten.
Wann ist Beleuchtung vorgeschrieben?
Navigationslichter dienen dazu, Sie für andere Schiffe sichtbar zu machen. In den Niederlanden gilt Folgendes:
- Immer obligatorisch: zwischen Sonnenuntergang und Sonnenaufgang.
- Obligatorisch bei schlechter Sicht: Nebel, Starkregen oder Smog, auch tagsüber.
- Nicht obligatorisch: tagsüber bei guter Sicht (mehr als 1000 Meter).
Navigationslichter: Die wichtigsten Begriffe
Die Grundbeleuchtung eines Bootes besteht aus mehreren Lampen. Diese müssen mit zuverlässigen Navigationslampenhaltern sicher montiert werden, um gut sichtbar zu bleiben.
- Oberlicht: weißes helles Licht, 225° Abstrahlwinkel, geradeaus.
- Hecklicht: weißes Normallicht, 135° Abstrahlwinkel, gerade nach achtern.
- Seitenlichter: grün (Steuerbord) und rot (Backbord), jeweils 112,5°.
- Omnidirektionales Licht: weißes Licht, über 360° sichtbar.
- Dreifarbiges Licht: Rot, Grün und Weiß in einer Leuchte kombiniert, oft oben am Mast.
Navigationslichter für Motorboote
Für Motorboote bis 20 Meter Länge gelten mehrere Möglichkeiten:
- Option 1: Toplicht + Seitenlichter + Hecklicht.
- Option 2: Topplicht mindestens 1 Meter über Seitenlichtern + Seitenlichtern + Hecklicht.
- Option 3: Weißes Rundumlicht (≥1 m über Seitenlichtern) + Seitenlichter.
Für schnelle Motorboote oder Schnellboote (kürzer als 20 m, schneller als 13 km/h) sind Seitenlichter sowie ein Mast- und Hecklicht vorgeschrieben.
Navigationslichter für Segelboote
Für Segelschiffe bis 20 Meter Länge gibt es verschiedene Möglichkeiten:
- Seitenlichter + Hecklicht.
- Oder: Seitenlichter und Hecklicht vereint in einer Laterne im Masttop.
- Optional: Dreifarbenlicht an der Mastspitze.
Wird ein Segelboot auch von einem Motor angetrieben? Dann gelten die Regeln für Motorboote.
Kleine Boote bis 7 Meter
- Kleines Motorboot (<7 m, <13 km/h): Weißes Rundumlicht ist ausreichend.
- Kleine Segelschiffe (<7 m): Weißes Rundumlicht. Bei Kollisionsgefahr muss ein zweites weißes Licht (z. B. Taschenlampe oder Handlampe) vorhanden sein.
Beleuchtung beim Ankern und Festmachen
Ein Schiff, das nachts oder bei schlechter Sicht vor Anker liegt, muss rundum ein weißes Licht zeigen. Für zusätzliche Sicherheit beim Anlegen ist die Stegbeleuchtung eine wertvolle Ergänzung.
Zusätzliche Beleuchtung an Bord
- Unterwasserbeleuchtung: für bessere Sicht und ein angenehmeres Ambiente rund um Ihr Boot. Entdecken Sie unsere Unterwasserbeleuchtung für ein sicheres und luxuriöses Ambiente.
- Innenbeleuchtung: Sorgt für Komfort und Übersicht in der Kabine. Sie ersetzt zwar nicht die vorgeschriebenen Navigationslichter , trägt aber zur Sicherheit an Bord bei.
Häufig gestellte Fragen
Benötige ich tagsüber Lichter auf meinem Boot?
Nur bei Sichtweiten unter 1000 Metern, zum Beispiel bei Nebel oder starkem Regen. Ansonsten ist kein Tagfahrlicht erforderlich.
Was ist der Unterschied zwischen Seitenlichtern und einem Topplicht?
Seitenlichter sind rot und grün und zeigen die Seiten an, während ein Topplicht ein weißes Licht ist, das in einem Winkel von 225° geradeaus leuchtet.
Kann ich eine Taschenlampe zur Beleuchtung eines kleinen Bootes verwenden?
Ja, für kleine Boote unter 7 Metern ist dies im Notfall erlaubt. Ein fest installiertes Navigationslicht ist jedoch viel sicherer und wird dringend empfohlen.